Ruf der Wildgänse

Es zogen einst 8 brave Gänse um dem Ruf der Wildnis zu folgen in die Welt.
Lange schon lebte jede einzelne für sich ihr Leben, erfüllte treu und brav ihre Pflicht, arbeitete, versorgte die Familie, Haus und Hof und gab ihr Bestes für Ihre Lieben.


Jedoch war es an der Zeit, als eine unstillbare Sehnsucht und Unruhe über sie kam und sie beschlossen jede für sich, sich den Leitgänsen Akka und Rosina anzuschließen – um ihren Akku aufzuladen und dem „Ruf der Wildnis“, dem Ruf des Herzens zu folgen.


Schon immer war es der Lauf der Natur sich auf eine Reise zu begeben, dieser inneren Stimme zu folgen. Jedoch war dieses langjährige uralte Wissen und Vertrauen im Laufe der Jahre etwas eingestaubt.


Die Technik hatte ihren Einzug gehalten und so manche Flügel hatte der Friseur gestutzt, daher gab es bis zur Entscheidung, gemeinsam zu fliegen, gewisse Anlaufschwierigkeiten.
Es war  - vor allem für andere - die grosse Frage, ob 8 weibliche Wildgänse wohl ihr Auskommen miteinander hätten in ihrer Verschiedenheit und Individualität.
Nichtsdestotrotz wagten sie zusammen die Reise auf der Suche nach Veränderung und Entwicklung.


Und so flogen sie los um eine gemeinsame Wegstrecke miteinander zu teilen, sich mit-zu-teilen und dem Ruf ihres Herzens zu folgen.

Ganz erstaunlich war die Vielfalt, die in dieser Gemeinschaft anzutreffen war. Akka als Leittier flog mit einer Ausdauer 10 Stunden an der Spitze, so dass die restlichen Gänse sich im Windschatten ausruhen konnten – und dem ersten Kennenlernen frönten.

Am fernen Meer angekommen, besetzten sie ein Quartier und richteten sich häuslich ein.

           
Dort bildeten Gusta mit Lucina, Luna mit Silva eine Zimmer – gemeinschaft, Akka, Rosina, Wanda und Astra bezogen Einzelnester. Astra besaß die Fähigkeit im Schlaf Bäume zu sägen, daher zog sie es vor im Einzelnest zu arbeiten.
Auch Wanda brauchte zum Eierlegen Ruhe, da sie ansonsten immer viele Ideen auszubrüten hatte und unbedingt eine Brutpause und viel Schlaf brauchte.
Gusta benötigte ihre Gute-Nacht-Geschichte, darum genoss sie die Zweisamkeit mit Lucina, die abends ganz besonders leuchten konnte und tröstende Geschichten auf Lager hatte.

Silva und Luna, zwei erfahrene Wildflieger teilten sich ebenfalls ein Nest.
Luna besass eine wunderschöne Stimme, die sie beim abendlichen Bade ertönen ließ.    
Und Silva erfreute alle mit außerordentlich ansteckenden Lachsalven, zur Freude aller Mitgänse.
Tageweise kam auch Miranda, eine junge neugierige kleine Wildgans vorbeigeflogen, die gern dem Geschnatter lauschte und für ihr Alter sehr wissbegierig und weise war.


Rosina, die Küchenfee wurde des Nachts von wundersamen kulinarischen Träumen heimgesucht und verzauberte mit ihren Gaumenkreationen ihre Wildgänse, die vor Wonne am liebsten in einen tiefen Dornröschenschlaf versunken wären.


Die eine oder andere träumte vielleicht auch von ihrem Prinzen, doch da war kein Prinz, der sie liebevoll wachküsste.

Akka als erfahrene und weise Ahnenfrau hatte andere Pläne. Einfühlsam brachte sie ihren Gänsen bei, wie frau Marmelade kocht - und setzt ihre Kenntnisse mit vielfältiger Erfahrung und grosser Intuition in die Tat um.
Tatsächlich geschah es, dass es schon am nächsten Tage bei jeder Gans irgendwie, irgendwo brodelte, blubberte, schäumte, teils sogar überkochte, so dass Putzlappen zum Einsatz kamen, und jede Gans so ziemlich mit ihrer Marmelade beschäftigt war.

 

Jede Gans durchlief ihren ganz individuellen eigenen Prozess und im gegenseitigen Austausch machten sie die wunderbare Erfahrung wie sehr sie sich ergänzten, welche Schätze sie in sich trugen, und wie wichtig es war, dem Ruf ihres Herzens gefolgt zu sein –um sich zu spüren und dieses Wissen zu leben, das in ihnen steckt.

Jeden Tag am Meer, wenn sie ihre Flugübungen machten, spiegelte der Rhythmus der Wellen ihre Stimmung wider und sie konnten es spüren, dieses uralte Wissen
Eins zu sein - eins mit der Natur, dem Wind, den Wellen, eins mit ihrem Wesen - und jede hatte ihren Platz gefunden.


Ich bin sicher, im nächsten Jahr werden die Gänse wieder fliegen - vielleicht in anderer Formation - jedoch immer dieser Sehnsucht folgend in der Gemeinschaft und Vielfalt zu wachsen und sich gegenseitig zu inspirieren.

 

Wildgänse folgen ihrem Ruf, dem Ruf des Herzens!!!


Herzlichen Dank den Leitgänsen und den wilden Mitfliegern!!!

Gunda
2.09.2014

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